Die Unterteilungen der Keramik           
(nachzulesen in jedem keramischen Fachbuch *)     © copyright 2005  TRENCK ARCHIV

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Irdengut

Feinkeramische, glasierte Erzeugnisse,
zum Beispiel Töpferwaren, Fayencen (Schmelzwaren).

Der Scherben ist eisen- und kalkhaltig,
Brennfarbe ist gelblich bis rötlich. Der Scherben bleibt porös
und wird durch die Glasur dicht.

Brenntemperatur zwischen 950°C und 1040°C.
Die Masse kann gedreht, eingedreht, übergedreht
oder gepresst werden.

Die Schmelzglasur wird mit Zinnoxid oder Zirkonoxid
weiß getrübt.

Dekormöglichkeiten: Malen auf die rohe (ungebrannte) Glasur
mit Fayence- oder Majolikafarben mit dem Pinsel.

Nur wenige Keramiker in der Bundesrepublik stellen Fayencen her.

auf der Rückseite mit Jahreszahl, Malerzeichen und geschütztem Markenzeichen versehen
kleiner Fayence-Jahresteller 1982
auf der Rückseite mit Jahreszahl, Malerzeichen und geschütztem Markenzeichen versehen
großer Fayence-Jahresteller 1998


Steingut


Der Steingutscherben ist porös und brennt weiß
oder elfenbeinfarben.
Ein charakteristisches Merkmal des Steingutscherbens
ist sein hoher Gehalt an feinem Quarz.
Es gibt Weich- Misch- oder Hartsteingut und
Sanitäres Steingut.
Gelblich brennende Massen werden durch Promillen
von zum Beispiel Kobaltsalzen gebläut, um eine
weiße Farbwirkung zu erhalten.
Die Schrühbrandtemperatur liegt zwischen 1120°C und 1250°C.
Die Glattbrandtemperatur liegt unter der Schrühbrand-
temperatur (ca. 200° C niedriger).
Die Formgebung erfolgt meist durch Gießen, Eindrehen
oder Überdrehen.
Dekormöglichkeiten sind unter anderem Unterglasurmalerei,
Engoben oder Glasuren, eventuell auch Aufglasurmalerei
(auf den glattgebrannten, glasierten Scherben mit
anschließendem Dekorbrand).

Im allgemeinen wird Steingut industriell hergestellt.

Signatur auf der Rückseite KG

Ein Steingut-Teller:
die Fälschung des großen
Fayence-Jahrestellers 1998

 

 


Steinzeug

Man unterscheidet in Steinzeug und Feinsteinzeug.
Der Steinzeugscherben ist gesintert, also wasserundurchlässig.
Der Scherben vom Feinsteinzeug brennt weißlich oder
gelblich und muss einen hohen Sinterintervall haben
(Sintertemperatur und Schmelztemperatur müssen weit
auseinander liegen).
Glattbrandtemperatur zwischen 1250°C und 1350°C.
Die Formgebung kann durch Freidrehen, Pressen
oder Gießen erfolgen.
Dekormöglichkeiten: Lehmglasuren, Salzglasuren,
Kristallglasuren, Ritz- und Stempeltechnik.

Der überwiegende Teil der Keramiker in der Bundesrepublik
arbeitet mit Steinzeugtonen.

Signatur auf der Rückseite MF
ein Steinzeug-Teller:
die Fälschung des kleinen
Fayence-Jahrestellers 1982


Porzellan

Typisch für Hartporzellan ist der dünnwandige,
verglaste durchscheinende, weiße Scherben.
Der Schrühbrand kann zwischen 1180°C und 1300°C
liegen, der Glattbrand bis 1500°C.
Die Formgebung erfolgt durch Gießen, Pressen,
Eindrehen und Drehen (seltener, da die Masse eine
geringe Drehfähigkeit hat).
Dekormöglichkeiten durch Glasieren und Bemalen.
Die Bemalung erfolgt auf der gebrannten Glasur und
wird bei ca. 800°C eingebrannt. Außerdem gibt es
Aufglasurscharffeuerfarben, die bei ca. 1400°C
eingebrannt werden. Hier handelt es sich meistens
um Kobaltsilikate.

Als Produzenten von handgearbeitetem Porzellan seien hier exemplarisch
die von uns hochgeschätzten Kollegen Antje und Rainer Doss genannt.

* Literatur u. a.: J. Beyer: Lehrbuch für Keramiker, H. Stern: Grundlagen der Technologie der Keramik, P. Rada: Techniken der Kunsttöpferei*
Frau von der Trenck erreichen Sie unter 04822 - 45 45 oder 45 44

Wappenteller werden mit Genehmigung der jeweiligen Länder, Städte oder Gemeinden hergestellt. Es muss entweder ein Auftrag vorliegen oder aber die Genehmigung, das Wappen verwenden zu dürfen. In Form, Art und Ausführung liegen die Urheberrechte an dem jeweiligen Teller bei dem Produzenten und dürfen nicht nachgeahmt werden.

auf der Rückseite mit Malerzeichen und geschütztem Markenzeichen versehen
Der Fayenceteller mit
Stadtwappen,
urheberrechtlich geschützt

Signatur auf der Rückseite LiSt und EK
ein Steinzeug-Teller,
ohne Genehmigung
des Urhebers hergestellt.