aktualisiert am 07.07.2009                © copyright 2005  TRENCK ARCHIV

 

 

 

Letzter Standort der Manufaktur
 
 

Es ist 47 Jahre her, dass das Gründerehepaar 
von der Trenck den Bürgerinnen und Bürgern
der Stadt Kellinghusen öffentlich versprochen hat:
"Wir wollen den guten Klang, den der Name Kellinghusen
nicht zuletzt durch die Fayencen in aller Welt
bekommen hat, durch die eigenen Arbeiten erhalten." 

Es ist gelungen. Die fruchtbare Zusammenarbeit mit
vielen Museen der Republik, die über 40 Jahrgänge
Kellinghusener Fayence-Jahresteller, sowie die zahlreichen
Eintragungen von Besuchern aus aller Welt im Gäste-
buch der Manufaktur, legen Zeugnis dafür ab. Seit 1960
produziert die Keramikmanufaktur in Kellinghusen Fayencen.
Sie hat damit nach 100 Jahren Vergessenheit die Fayence-Kunst
 in diesem Ort wieder aufgenommen und revitalisiert. Ihren heutigen
Sitz hat die Fayencerie mitten in der kleinen Stadt Kellinghusen
zu Füßen der alten Kirche. Hier fanden Sie noch bis zum 31.12.2007
die besucherfreundliche offene Werkstatt mit Ausstellungsraum.

In Kellinghusen wurden von 1763 bis etwa 1860 in mehreren
Betrieben Fayencen produziert. In diesen Jahren hatte die
europäische Fayence-Herstellung in Schleswig-Holstein ihre
letzte und anmutigste Blüte erreicht. Danach wurden die
Fayencen im wesentlichen durch das billigere Steingut
verdrängt. 1965 - 200 Jahre nach der Erteilung des ersten
Privilegs durch den König von Dänemark - begann die 
Familie von der Trenck mit der Herstellung der Kelling-
husener Jahresteller nach alten Kellinghusener Vorbildern.
Diese Produktion KELLINGHUSENER FAYENCEN®
im historischen Stil wurde ausgedehnt auf andere
Kellinghusener Produkte wie Ohrenschüsseln, Helmschüsseln,
Krüge oder Baselpötter (Wöchnerinnentöpfe). Fliesenbilder,
Schreibgeschirre, Potpourris und Bischofsbowlen gehören
mittlerweile auch in das Repertoire.

Später wurde der historische Stil auch auf andere Gegenstände
wie Kaffee-, Tee- und Essgeschirre übertragen, die nicht unbedingt
in der ursprünglichen Periode geschaffen wurden.

Technisches Wissen und handwerkliches Vermögen brachten
dem Unternehmen insbesondere in Dänemark und
Norddeutschland viele Freunde und zufriedene Kunden,
so dass damit ein Stück keramischer Vergangenheit, in welcher
eine exklusive Fayence zur Volkskunst gemacht wurde, auf
schönste Art in Kellinghusen wieder lebendig geworden ist.
Schließlich waren die KELLINGHUSENER FAYENCEN
UND KERAMIK WILHELM VON DER TRENCK® der
einzige Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland, der vor
Jahrzehnten historische Fayencen wieder aufleben ließ und
in hoher Qualität produzierte.
Das ist mit Ende des Jahres 2007 Geschichte geworden.

   

Foto: TRENCK-ARCHIV

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Familie von der Trenck erreichen Sie per E-Mail tk@fayencen.de oder unter 04822 - 45 45

oder 04822 - 45 44 und auch per Fax unter 04822 - 309 478.